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![]() | Urform und GeschichteGeschichte des Rundbaus« Die kreisförmigen Erdhäuser mit ihren zentralen Stützen entwickelten sich wahrscheinlich aus diesen kleinen geflochtenen Kuppelbauten und wurden dann, in den Anfangszeiten der Landwirtschaft, in rechteckige Bauten verwandeln. Als später Werkzeuge in den sich verändernden Gesellschaften entwickelt wurden und eine größere Vielfalt an Baumaterialien erhältlich war, tauchten zwei neue Bauweisen für halbkuppelförmige Bauten auf: der hölzerne Kuppelbau « Als römische Ingenieure den Beton erfunden hatten. entstand daraus eine vierte Form des Kuppelbauens: der monolithische Betondom, womit enorme Gewölbe über die Badehäuser und öffentlichen Plätze des alten Roms gezogen wurden. Erst viele Jahrhunderte später wurde die fünfte und jüngste Art des Kuppelbaus erfunden. In Jena baute Dr. Walter Bauersfeld 1922 zum ersten Male eine zwanzigflächig unterteilte Halbkugel mit einem Gerüst aus leichten stählernen Streben: der erste geodätische Dom. Dieses Gerüst wurde dann mit einer dünnen Schicht Beton bedeckt, wobei die Dicke der Schicht proportional der Dicke einer Eischale zu seinem Durchmesser entsprach. Dies war also der erste dünnschalige Betondom der Welt, eine Konstruktionstechnik, die später von Pier Luigi Nervi in Italien und Felix Candela in Mexiko weiterentwickelt wurde. Von diesen Arten der Kuppelbauten ist es die letztere, die industrielle Form, die heute am häufigsten mit dem Begriff «Dom» (Dome) assoziiert wird. Diese Bauten sind durch die industrielle Revolution, maschinelle Werkzeuge und neue Baumaterialien ermöglicht worden. Ihre Form ist in der Regel mathematisch abgeleitet, sie sind präzis und aus geraden, miteinander verbunden Gerüstteilen (Streben) oder aus einzelnen Platten, die an den Kanten befestigt werden, erbaut. Etwa 30 Jahre nachdem die Jenaer Kuppel gebaut wurde, ließ Buckminster Fuller in den Vereinigten Staaten dasselbe Prinzip des unterteilten Ikosaeders patentieren (1954) und baute eine Vielfalt von den von ihm so genannten «geodätischen Domen». In den 50er und 60er Jahren hielt er Vorträge in der ganzen Welt, in denen er solche Dome als einen Durchbruch in der Technologie des Bauens bekannt machte und als die tauglichste Bauform bezeichnete, die jemals erfunden wurde. Fuller stellte sich vor, daß die Dombestandteile in Massenproduktion hergestellt werden sollten, aber seine in der Fabrik hergestellten Dome aus Sperrholz brachten nicht den Erfolg, auf den er gehofft hatte. Vielleicht lag es an den Problemen des Abdichtens oder an der Schwierigkeit, den Innenraum zu unterteilen, Türen und Fenster einzubauen. In den späten 60er Jahren wurden in den USA «geodätischen Domen» mit einer neuen Lebensweise assoziiert. Eine Gruppe von Architekturstudenten und Künstlern gründete «Drop City», bauten geodätische Dome und später zwei der von Steve Baer entwickelten «Zomes». Sie schrieben damals: « Im Jahre 1968 entdeckten die Medien, daß sich solche Dome gut fotografieren lassen. Sie sahen aufregend farbig und neu aus, und bald begannen viele junge Bauleute eine Reihe von Experimenten mit neuen polyedrischen Bauformen und unerprobten Materialien. Sie entstanden gleichzeitig mit dem Mondflug, dem Moog-Synthesizer und der Computergrafik. Da Fuller Wissenschaft und Technologie in einem romantischen Licht darstellte, wurde der geodätische Dom zu der Verkörperung des Raumzeitalters, des Zeitalters der transzendenten Wissenschaft. Fuller sprach vom Tertiärer als (1 cm «Baustein des Universums» und von den Zellwänden als «geodätischen Netzen». Er meinte, der leichteste, transparente Dom wäre ein Abbild von Struktur in ihrer reinsten Erscheinungsform und gewissermaßen sei man in Harmonie mit dem Universum, wenn man einen Dom baue. Dome tauchten überall im Südwesten der USA auf, die meisten dieser Bauten von Hand gemacht und auch von den Bauleuten selbst bewohnt. Diese Leute waren naiv hoffnungsvoll, meist wenig praktisch, aber immer von Inspiration erfüllt. Ihr Baumaterial reichte von zerlegten alten Autodächern bis hin zu ultramodernen Aluminiumplatten und Silikon-Abdichtungen. Ikosaeder, Trikonaeder, dreifach gekuppelte rhombisch-ikosa-Dodekaeder. Familien mit drei bis dreißig Mitgliedern bewohnten einen Raum, und die Baubehörden fanden eine vollendete Tatsache vor. Von 1969 bis 1971 wurden 17 Versuchsdome an der Pacific High School in Kalifornien gebaut, was zu «Domebook 2» führte. Siehe auch: | |
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